Holz – der Hightech-Rohstoff der Zukunft!
Er ist leichter und nachhaltiger als bisher eingesetzte Werkstoffe und kann im Sinne einer Kreislaufwirtschaft mehrfach über den Lebenszyklus des Produkts hinaus genutzt werden.
Gefördert mit öffentlichen Mitteln und unterstützt durch:
Die Projekte „Wood Vision – der Akzelerator“ und „Wood Vision – das Technikum“ werden im Rahmen der EFRE-/JTF-Programmmaßnahmen 1.1. des Europäischen Strukturfonds 2021 – 2027 (Investitionen in Beschäftigung und Wachstum) durchgeführt und sind von der Europäischen Union kofinanziert. Nähere Informationen zum Programm IBW/EFRE- & JTF finden Sie auf www.efre.gv.at
Das Wood Vision Lab…
erforscht
die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz in neuen Leichtbau-Anwendungen: von der Mobilität über den Maschinenbau bis hin zu kreislauffähigen Konzepten im Konsumgüterbereich
vereint
Grundlagen- und angewandte Forschung und verbindet diese mit einem Technikums- und Akzeleratorenbetrieb zu einer idealen Schnittstelle für Kooperationspartner:innen in konkreten Anwendungen
positioniert
sich mit seiner Einzigartigkeit als Gamechanger für Unternehmen und ganze Branchen im Bereich nachhaltiger Werkstoffe und Produktlösungen
ist ein Leuchtturmprojekt
und trägt damit maßgeblich dazu bei, Klimaziele voranzubringen sowie regionale Wertschöpfung für Holz-Leichtbau-Anwendungen zu etablieren.
Holz ist allgegenwärtig
Als Baustoff, Parkettboden, Möbel oder Wärmelieferant – Holz prägt unseren Alltag, besonders in unserem waldreichen Bundesland. Dass das Material aber weit mehr kann, beweist eine umfassende Forschungs- & Entwicklungsreise, die vor über zehn Jahren in der Steiermark begann.
Ihren vorläufigen Höhepunkt findet die Erfolgsgeschichte nun in der Gründung eines beispiellosen Innovationshubs zum Thema ökologischer Leichtbau mit Holz in neuen Anwendungen. Das Wood Vision Lab ist eine einzigartige Kooperationsinitiative, mit der Holz als Hightech-Material der Zukunft etabliert wird und damit zum Gamechanger auf der Suche nach nachhaltigen Werkstoffen wird.
Beim Bau des neuen Pionierzentrums in Weiz stehen zwei zentrale Nutzungskonzepte im Fokus: Das Technikum dient als Forschungs- und Entwicklungsstandort für nachhaltige Leichtbaulösungen mit Holz als Hightech-Werkstoff. Auf rund 670 m² entstehen ein modern ausgestattetes Technikum samt Labor und die notwendige Infrastruktur für experimentelle Forschung & Entwicklung. Ziel ist die Qualifizierung von biobasierten Materialien und neuen Technologien, um diese erfolgreich in industrielle Anwendungen zu überführen.
Der Akzelerator bietet auf rund 1.000 m² flexible Büro- und Arbeitsflächen für Start-ups und Unternehmen im Bereich des ökologischen Leichtbaus. Ergänzt wird das Angebot durch Qualifizierungsmaßnahmen, F&E-Projekte entlang der Wertschöpfungskette, internationale Netzwerke und strategische Partnerschaften. Der Fokus liegt auf der Unterstützung innovativer Produkt- und Geschäftsfeldentwicklungen, insbesondere für die Mobilitätsbranche und weitere Industriezweige.
Mit der Verbindung von Kooperation & Netzwerke sowie Transformation & Zukunft begleitet das Wood Vision nachhaltige Innovationen von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung und stärkt die Kompetenzen von Unternehmen im ökologischen Leichtbau.



Holz ist ein wahrer Alleskönner
Es kann gegenüber anderen Werkstoffen nicht nur durch CO2-Bindung punkten, sondern auch mit seinem geringen Gewicht und der Tatsache, dass es ein nachwachsender Rohstoff ist. Damit liegt es in vielen Anwendungsmöglichkeiten klar im Vorteil gegenüber Komponenten aus Carbon, Alu, Glasfaser, Stahl oder Kunststoff.
Die neuen Einsatzmöglichkeiten von Leichtbau-Hybridkomponenten auf Holzbasis in der Mobilität, dem Anlagen- und Maschinenbau und darüber hinaus sind nahezu unbegrenzt. Damit können Bauteile und Produkte ökologischer und ganze Branchen nachhaltiger und zukunftsfitter ausgerichtet werden.
Brandsicher und robust durch Knowhow
Es kommt nur auf die richtige Verarbeitung an. Denn richtig bearbeitet splittert der Rohstoff nicht, hält höchsten Brandschutzanforderungen statt und ist extrem langlebig. In vergangenen Projekten wurden bereits mehrere Prototypen entwickelt. Das gewonnene Knowhow dient nun als Basis für den nächsten großen Schritt. Erstmals wird im Wood Vision Lab ein ganzheitlicher Ansatz entlang der kompletten Wertschöpfungskette verfolgt.
Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft kann Holz mehrfach genutzt werden. Bisher kennen wir am Ende seines Lebenszyklus nur das Verwenden von Holz als Brennstoff. Nun sind dazwischen noch weitere Einsatzbereiche denkbar, wie zum Beispiel als hochbelastete Strukturkomponente in einem Fahrzeug. Kreislauffähige Lösungsansätze sind dabei wesentlicher Fokus in der Konzept- und Produktentwicklung.
Ganzheitlich ist auch die
Anwendungssicht
Grundlagen- und angewandte Forschung werden nicht entkoppelt von den Anwendungsmöglichkeiten betrieben, sondern sind der Beginn dieses Kreislaufs, an dessen Ende die enge Kooperation mit Anwendern steht
Zur nachhaltigen Wissensverbreitung ist eine eigene vom Land Steiermark geförderte Laufbahnstelle an der TU Graz zum Schwerpunkt „Biobasierte crashsichere und leichtgewichtige Materialien“ am Wood Vision Lab angedockt.
Fortführend laufende und neue F&E-Kooperationsprojekte im inter/nationalen Netzwerk tragen darüber hinaus zum weiteren Knowhow- und Kompetenzaufbau bei.
Wood Vision Hub
Unter dem Dach des Wood Vision Lab fungiert das Innovationslabor „Wood Vision Hub“ zum Themenschwerpunkt „Holz und biobasierte Materialien für neue Hightech-Leichtbauanwendungen“. Das Innovationslabor dient als Katalysator für Innovationen und Wissenstransfer, sowohl in der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch in der Industrie/Wirtschaft, Aus- und Weiterbildung und in enger Zusammenarbeit mit bestehenden Branchen- und Clusterorganisationen.
Innerhalb bestehender und neuer Partnerschaften werden zum einen neue Forschungsfragen fortführend identifiziert, Kooperationen vertieft und neue FTI-Projekte initiiert und begleitet. Zum anderen werden innovative Geschäftsmodelle und nachhaltige Dienstleistungsangebote zu digitalbasierten Werkzeugen sowie Qualifizierungs- und Akzeleratorenprogramme entwickelt, um über die Forschungsebene hinaus Unternehmen dabei zu begleiten, neue Zukunftsthemen und -märkte zu bearbeiten.

Kooperation schafft Zukunft
Möglich gemacht wird das Wood Vision Lab durch die Zusammenarbeit von namhaften Gesellschaftern aus den Bereichen Industrie, Öffentlichkeit und Wissenschaft: Die Hauptinvestoren sind die Stadt Weiz mit der W.E.I.Z. Immobilien GmbH und die Weitzer Woodsolutions, die die bisherige Forschungs- und Industrialisierungsreise federführend im bestehenden Netzwerk vorangetrieben haben. Abgerundet wird das Gesellschafter-Konsortium durch die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (SFG), JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, die Technische Universität Graz sowie die Diözese Graz Seckau. Zur Umsetzung dieses Pionierzentrums ist ein Gesamtvolumen von rund 16 Mio. Euro vorgesehen, wovon der Bau des neuen Pionierzentrums rund 9,5 Mio. an Investitionen für Maßnahmen in Beschäftigung und Wachstum umfasst. Unterstützt wird die Startphase mit unterschiedlichen Förderprogrammen der Europäischen Union, des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), der Initiative Waldfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie des Landes Steiermark.
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